Was wir lesen? Gastbeitrag von Werner Pfeil

Der Seelenhirtevon Elias Haller

Da ich mit vielen Krimi-Autoren auf Facebook befreundet bin, bekomme ich des Öfteren Hinweise auf Bücher, die in dem Genre gelistet sind, in dem auch ich schreibe. So bin ich auf „Der Seelenhirtevon Elias Haller, Jahrgang 77, gestoßen. Er lebt in einer sächsischen Großstadt. Die Initialzündung für seine packenden Thriller bezieht er aus beruflichen Erfahrungen mit Tätern und deren Opfern. Seine Begeisterung fürs Schreiben ermöglicht es ihm, brutale Mörder und tragische Helden aufeinander anzusetzen.

Worum geht es?

Der Schafzüchter Rodenberg muss zusehen, wie seine Familie regelrecht abgeschlachtet wird, bevor er selbst dran glauben muss. Klara Frost, die eigenwillige Kommissarin, die auch schon mal als Exorzistin bezeichnet wird, bekommt durch ihre Vorgesetzten den Praktikanten Oliver Paulsen zugeteilt. Da sie bevorzugt alleine ermittelt, kommt es in ihrem dritten Fall zu Spannungen. Zum Tatort gerufen, bietet sich der Leipziger Kommissarin ein grausames Bild, da ein Teil der Opfer mit einem Schwert enthauptet wurde. Von der Brutalität am Tatort ist nicht nur die sonst so abgeklärte Kriminalhauptkommissarin Klara Frost erschüttert, sondern die gesamte Mordkommission.

Bei ihren Ermittlungen erkennt Kommissarin Frost Parallelen zwischen der Handschrift des Mörders und dem fiktiven Werk eines Krimiautors. Während sie fieberhaft in dem Buch nachforscht, um dem Täter näher zu kommen, zieht sich eine blutige Spur durch Leipzig, denn der Serienkiller arbeitet seine Liste gnadenlos ab. Schaf für Schaf. Werden sie zur Schlachtbank geführt? Wird es Klara gelingen, weitere Morde zu verhindern? Fragen, die sich die Leser*innenschaft schnell stellt.

Empfehlung?

Insider lesen gern die Fälle des Kindl-Bestsellerautors, dennoch ist die Reihe eher eine Buchempfehlung für Leserinnen und Leser, die es gern schaurig und blutig haben.

Persönliche Einschätzung des Titels:

Elias Haller hat hier den dritten Teil über die Kommissarin Klara Frost mit Spannung beschrieben. Die Protagonistin ist als Charakter eindrucksvoll dargestellt. Man bekommt ein gutes Bild von ihr. Ich finde die Rolle des neuhinzugekommenen Praktikanten Oliver Paulsen interessant, da sich auch in meinem nächsten Senne-Krimi, ein Wechsel im Team vollzieht. Er bringt Abwechslung in das Geschehen.

Elias Haller ist ein grausamer Thriller gelungen. Hochspannung in jedem Kapitel. Die Kommissarin mit ihren eisblauen Augen und ihrer magischen Seite ist von Beginn an sympathisch. Die Kapitel sind kurz und sehr gut zu lesen, das Tempo hoch. Bis zum Showdown erfährt man nicht, wer der Täter ist. Am Ende wurde ich mit einem Täter überrascht, den nicht mal ich auf der Pfanne hatte. Bis dahin alles gut, jedoch überdecken die fesselnde Szenen, detailliert Beschreibung der Taten, nicht ganz die erhebliche Brutalität. Selbst für mich: hart an der Grenze. Insgesamt ein sehr blutiger Thriller, ungeeignet für Leser*innen mit schwachen Nerven.

Text von Werner Pfeil

Bild von: Markus Waldhoff: http://www.markuswaldhoff.de/

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Der neueste Senne-Krimi von Werner Pfeil heißt „Schwurstein“ (ISBN: 978 3-943380-94-1) und ist spannend bis zum Schluss. Das Ermittlerduo Vincent Blohm und Melanie Schwarz ermitteln in einem Cold Case, doch plötzliche wird der Fall brandaktuell. Mord, ein Banküberfall, ein Geist aus der Vergangenehit, der auf Rache geschwört hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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