Der Marathonschwimmer

Timm Koch

Wie fühlt man sich, wenn man nichtsahnend mit seinen neuen venezolanischen Kumpels in deren Badezimmer heimlich einen Spliff geraucht hat und keine zehn Minuten später von deren Mutter dem greisen Joseph Goebbels vorgestellt wird?
Woran denkt ein Kleinkind, bevor es vom eigenen Vater wie ein Kätzchen im Meer ertränkt wird?
Was verbindet eigentlich Jesus mit Fußpilz und Napalm-Tod?
Und was geht in einem Menschen vor, der schwimmend von Honshu nach Hokkaido gelangen will?
Wer diesen Fragen auf den Grund gehen möchte, dem sei DER MARATHONSCHWIMMER ans Herz gelegt. Timm Kochs Erzählungen kidnappen den Leser in den Existenzialismus. Egal, ob in den maroden Häuserschluchten Ost-Berlins nach dem Mauerfall, an Bord eines Kanus auf einem mexikanischen Stausee oder zwischen Irlands grünen Wiesen: Hinter jeder Ecke lauert das Absurde, lauert der Tod, lauert die Liebe.

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