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Siobhán Fentons “Beyond Brexit”, übersetzt von Katrin Mrugalla

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Siobhán Fentons “Beyond Brexit – Anmerkungen zum Friedensprozess in Nordirland” (engl. Original: The Good Friday Agreement, Biteback, 2018). wurde Verlegerin Mareike Menne von Übersetzerin Katrin Mrugalla vorgestellt.

Unser Irland-Bezug steckt im Namen, und besonders “The Volunteer” von Shane Paul O’Doherty zeigt dies auch in unserem Katalog. In seiner Biografie “The Volunteer” beschreibt O’Doherty sehr persönlich und nah, wie er zum IRA-Terroristen wurde, und seinen Weg zurück in ein ziviles Leben. Er betont die konsequente Notwendigkeit von Friedensarbeit und weist auf die Gefahren hin, die der Backlash in aggressiven Formen des Nationalismus und die aktuelle Brexit-Debatte und -Praxis in sich tragen.

Siobhán Fenton gehört einer anderen Generation an als Shane Paul O’Doherty; sie war ein kleines Kind, als das Karfreitagsabkommen in 1998 unterzeichnet wurde. Ihr Fokus liegt demnach auf den Ereignissen und gesellschaftlich relevanten Themen, nachdem das Abkommen verabschiedet wurde.

„Nordirlands Geschichte endete nicht im Jahr 1998. Es begann nur eine andere Phase der Komplexität. Zwar wird die Gesellschaft nicht mehr von gewalttätigen Konflikten beherrscht, aber die Hoffnung auf Normalität hat sich noch längst nicht erfüllt. Stattdessen ist Nordirland weiterhin eine außerordentlich instabile Region, die noch immer entlang der protestantisch-katholischen Achse gespalten ist. […] Es ist eine Gesellschaft, die noch immer mit sich kämpft, wie ‒ oder ob überhaupt ‒ sie sich ihrer dunklen Vergangenheit stellen will.“

Siobhán Fenton

Siobán Fenton gelingt es, ein komplexes Thema anschaulich und informativ darzustellen – und die Ungerechtigkeiten und Versäumnisse des Abkommens klar zu umreißen, ohne die Erfolge der älteren Generation in Frage zu stellen.

Zum Inhalt des Buches: 

Welche Auswirkungen hat der „Brexit“ auf Nordirland? Wie sieht der verhandelte Frieden nach dem Karfreitagsabkommen aktuell aus? Wie wird mit unaufgeklärten Morden aus der Zeit umgegangen? Wie steht es um die Gleichberechtigung, die Menschenrechte, die Bürger*innenrechte der Nordir*innen? Diese Fragen beschäftigen die Journalistin Siobhán Fenton, die in diesem Buch insbesondere die Auswirkungen auf ihre eigene Generation untersucht – jener Generation, die nach dem Abschluss des Abkommens geboren wurden, oder noch sehr jung waren, so wie sie selbst mit fünf Jahren in 1998. 

Siobhán Fenton

Über die Autorin: 

Siobhán Fenton ist eine preisgekrönte Schriftstellerin und freiberufliche Journalistin mit Sitz in Belfast, Nordirland. Sie ist in ihrer Berichterstattung auf Gender und Politik spezialisiert und konzentriert sich auf Nordirland und die Republik Irland. Zuvor war sie als Rundfunkjournalistin für die BBC und als Korrespondentin für The Independent tätig. Ihr Schreiben wurde von The Guardian, The Independent, The Times, Prospect, The New Statesman und The Spectator veröffentlicht und im BBC Radio 4 veröffentlicht.

„The Good Friday Agreement“ erschien erstmals auf Englisch in 2018, im Biteback-Verlag. Für die deutsche Fassung hat Frau Fenton eine erweiterte und aktualisierte Recherchearbeit geleistet, somit ist das Buch aktuell und auf dem neuesten Stand.

Hier kann man das Buch bequem nach Hause bestellen!

Das Buch ist auch ein perfektes Weihnachtsgeschenk für Irland-Liebhaber*innen, Geschichtsinteressierte und Hobby-Historiker*innen sowie Reisende, die dieses Jahr leider nicht in den Urlaub fahren konnten.

Text von Anna Lemke

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