Interview: Dr. Anke Ostwald-Meier

Im Frühjahr 2019 erscheint der siebte und letzte Band der Buchreihe „Sigon – Abenteuer im Land der Drachen“ von Dr. Anke Ostwald-Meier aus Salzkotten. Als langjährige Autorin des Eire Verlags veröffentlichte sie mittlerweile sechs Bände und
gemeinsam mit unserer Geschäftsführerin Dr. Mareike Menne drei Sonderbände mit Beiträgen von Kindern. Zum Sigon-Team gehören ebenfalls die Künstlerinnen Barbara Leiße und Karen Kliewe sowie die Schauspielerin Christina Seck. Einen Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf wurde bereits an Familien mit krebskranken Kindern gespendet (http://www.drachesigon.de/sigon-gegen-krebs/).

Der Abschluss der Reihe ist für uns ein Anlass, Anke Ostwald-Meier zu ihrem Leben mit Sigon und ihren weiteren Plänen zu befragen.

Eire Verlag: Liebe Anke, mit „Sigon und der Hüter der Quellen“ ist 2018 der sechste Band Deiner Drachen-Saga erschienen. Der siebte Band kommt im Frühjahr 2019, und damit geht die Reihe zu Ende. Mit welchen Gedanken gehst Du an den letzten Band?

Anke Ostwald-Meier: Es ist ein komisches Gefühl. Einerseits war es von Anfang an geplant, dass der siebte Band der Letzte sein wird. Zudem stellt die Handlung des siebte Bandes auch einen guten Abschluss dar. Andererseits begleiten die Sigon-Geschichten mich und meine Familie jetzt seit mehr als fünf Jahren. Das ist eine lange Zeit. Viele der Protagonisten wurden von meinen beiden Söhnen erfunden oder haben von Ihnen zumindest ihre Namen bekommen. Sigon ist ein Teil unseres Familienlebens geworden.

Eire Verlag: Wie haben die Sigon-Bücher Dein Leben verändert?

Anke Ostwald-Meier: Ich bin eigentlich eher ein introvertierter Mensch, der nicht gerne auf der Bühne steht und vor vielen Leuten redet. Durch die Veröffentlichung der Sigon-Bände, die für jeden Band mit einer öffentlichen Buchvorstellung einhergingen, war es aber nicht möglich, mich eher im Hintergrund zu halten. Wir haben Lesungen veranstaltet, Wettbewerbe, auf denen die Teilnehmer geehrt wurden, ich habe Interviews gegeben (Lokalfernsehen und Zeitung) und vieles mehr. Es war am Anfang eine Herausforderung, aber ich habe mittlerweile gelernt, auch vor einem größeren Publikum zu sprechen oder zu lesen. Mir haben diese Veranstaltungen sehr viel Spaß gemacht.

Eire Verlag: Gibt es bestimmte Routinen, individuelle Tricks oder Eigenarten, die Dir beim Schreiben helfen?

Anke Ostwald-Meier: Ich kann recht spontan mit dem Schreiben beginnen. Manchmal reicht ein Bild, ein Erlebnis oder ein paar Worte, um in meinen Gedanken eine Geschichte entstehen zu lassen, die dann im Laufe von ein paar Stunden recht gut Gestalt annimmt. Das ist der Zeitpunkt, an dem ich diese Gedanken auf einen Zettel schreibe. Es sind meist nur ein paar Stichworte, aber den groben Anfang der Geschichte habe ich dann schon im Kopf und ich versuche, möglichst bald mit dem Schreiben zu beginnen, um diesen Moment zu nutzen. Meistens ergibt sich dann der Rest der Geschichte fast von selbst, während des Schreibens.

Eire Verlag: Hast Du Lampenfieber vor einer Lesung, und falls ja: Was tust Du dagegen?

Anke Ostwald-Meier: Erstaunlicherweise habe ich vor den Lesungen kaum Lampenfieber. Dies sind meine Geschichten und ich stelle sie gerne vor. Es ist ganz anders, als wenn ich beruflich einen Vortrag halten muss. Besonders gerne lese ich vor Schulklassen. Die Kinder haben in Gesprächen vor und nach der Lesung viele Fragen und oft tolle Ideen für neue Geschichten.

Eire Verlag: Was wünschst Du Dir für die Zeit nach den Sigon-Neuerscheinungen?

Anke Ostwald-Meier: Es wäre schön, wenn die Sigon-Bücher auch überregional gelesen würden. Wenn es meine Zeit erlaubt, würde ich gerne ein paar Lesungen an anderen Orten, z.B. Berlin anbieten. Die Entstehung der Bücher hat für mich und meine Familie einen recht ernsten Hintergrund, die Leukämie-Erkrankung meines älteren Sohnes. Die Geschichten sollen in erster Linie unterhalten, aber auch Mut machen, zu kämpfen und nicht aufzugeben. Ich würde zukünftige Lesungen gerne nutzen, um weiterhin Spenden für erkrankte Kinder zu sammeln und auch auf die schwierige Lage vieler Familien mit an Krebs erkrankten Kindern aufmerksam zu machen.

Eire Verlag: Können wir uns auf neue Projekte freuen?

Anke Ostwald-Meier: Mittlerweile sind ja zusätzlich zu den Sigon-Geschichten noch zwei Märchen erschienen. Ich kann mir nicht vorstellen, ganz mit dem Schreiben aufzuhören, es wird also sicherlich noch weitere Projekte geben.

Eire Verlag: Vielen Dank – wir sind gespannt!

Mehr unter http://www.drachesigon.de/